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Als freischaffende Grafikdesignerin arbeite ich seit 2007 in Dessau-Roßlau. 2012 übernahm ich die Atelier-Räumlichkeiten in Dessau-Siedlung und darf seither als "Atelier LHR" Aufträge von grafischen und fotografischen Arbeiten, sowie freie Projekte "Bilderwelten" betreuen.


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Weshalb auch Auftragsabsagen ein PLUS für die Selbstständigkeit sind

Rückblickend auf das Jahr 2017 erinnere ich mich neben meine tollen Aufträgen (einen herzlichen Dank an alle Kunden an dieser Stelle!) auch ein Erlebnis ein, auf das ich besonders stolz bin: Ich durfte für die Wirtschaftsförderung der Stadt Dessau-Roßlau einen kleinen Vortrag zum Thema Neukundengewinnung halten.

Es handelte sich um einen ganz neuen Gesprächskreis – inititalisiert von Frau Gruner und Frau Riehl von der _Gründerqualifizierung_. Eine tolle Idee, wie ich finde.

Hierzu hatte ich für alle Interessierten eine kleine Präsentation vorbereitet und mir überlegt, wie ich möglichst allgemeingültig – aber dennoch nicht zu oberflächlich – das Thema umreißen könnte:

  •  Wie findet man neue Kunden?
  • Wie kann man seine Auftraggeber passend zum eigenen Angebot heraus filtern?
  • Wie gut können Online-Angebote bei der Neukundengewinnung wirklich helfen?

Und auch einige Ideen zum Thema „Kundenbindung und Fehlermanagement“ durfte ich noch zusammenfassen.
Es war ein wirklich schöner Abend – ich möchte mich an dieser Stelle noch einmal herzlich bedanken! Obwohl es in Dessau-Roßlau immer etwas schwierig ist, neue Ideen publik zu machen und Interessenten zu gewinnen, hoffe ich doch, dass die Gesprächsrunde zunehmend Beigeisterung findet!

 

Zu Beginn diesen Jahres fiel mir aber noch ein weiterer Punkt zu diesem Thema ein: nämlich, was tun, wenn die Neuundengewinnung eben nicht zu einem Neukunden führt?
Was, wenn alle Möglichkeiten wie Internetseite und Marketing zu einem Angebot führen, dieses aber nicht angenommen werden kann und es leider nicht zum Auftrag kommt?

Ist das dann ein Grund, an sich zu zweifeln und traurig darüber zu sein?
Ich sage: Nein! Ganz im Gegenteil!

Es kommt bei mir durchaus vor, dass ich Auftragsanfragen allein aufgrund meiner Webseite erhalte. Das ist durchaus etwas besonderes, denn üblicherweise entstehen Auftragsgespräche eher aus einem persönlichem Gespräch oder aus Weiterempfehlung heraus. Dass auch der Inhalt meiner Webseite und meiner Arbeitsproben zu Interessenten führt, ist ein gutes Zeichen.

Der Interessent hat sich dann bereits meine Arbeiten angesehen, hat auch einen Überblick über meine Honorare – und sich entsprechend aktiv dazu entschlossen, mich zu kontaktieren.
Nicht selten sind aufgrund solcher Online-Anfragen langjährige und schöne Zusammenarbeiten entstanden.

Aber: natürlich entsteht nicht aus jeder Anfrage auch ein Auftrag.

Zu Beginn meiner Selbtständigkeit war ich naturgemäß unsicherer als heute – ich denke, dass kann jeder nachempfinden, der selbst gegründet hat. Wenn ein Auftrag weggebrochen ist, fiel man nicht selten in Zweifel, ob man denn alles so richtig macht, wie man es macht.

  • Woran es wohl liegen könnte, dass ein Angebot nicht angenommen wurde?
  • War man zu teuer?
  • Vielleicht sogar zu billig? (das kommt häufiger vor, als man denkt…)
  • Hat man nicht überzeugt?
  • Hat man nicht den richtigen Ton getroffen?

Das klingt furchtbar? Nein – im Gegenteil.

DENN diese Fragen stellt man sich ja nicht, wenn ein Auftrag problemlos zustande kommt.

Aber eben diese Fragen sind wichtig, um die eigene Selbstständigkeit mit Selbstbewußtsein zu bestreiten!
Und ich persönlich halte es für sehr wichtig, sich diese Fragen zur eigenen Selbstständigkeit zu beantworten.

Das war auch bei der Gesprächsrunde zur Neukundengewinnung einer meiner wichtigsten Intensionen – dass es eine Reihe von Fragen gibt, die sich in Bezug auf das eigene Angebot und die Neukunden stellen, und, dass diese tatsächlich auch ehrlich beantwortet werden.

Denn, um transparent und authentisch bei der Neukundengwinnung zu sein, ist es wesentlich, dass man sich über die eigene Wirkung bewußt ist. Dass man weiß, auf welchen Fundamenten z. B. die eigenen Preisentscheidungen beruhen; oder auch, dass man sich über die persönliche Arbeitsweise bewußt ist und diese dem Kunden auch vermitteln kann.
All dies sind nicht zuletzt auch die Themen, die darüber entscheiden, ob aus der geplanten Zusammenarbeit eine schöne und zufriedenstellende wird.

Und das bedeutet auch, dass eben nicht jede Anfrage passt. Das ist gar nichts negatives, wie ich finde. Denn, möchte man wirklich einen Kunden, der mit der eigenen Auftragsentscheidung nicht zufrieden ist?!

Deshalb würde ich jedem Selbstständigen empfehlen, sich diese Fragen wirklich zu stellen – und die für ihn jeweils passenden Antworten zu finden und auch zu vertreten. Denn ich denke, nur so kann man seine Selbstständigkeit mit Freude und mit den passenden Auftraggebern bestreiten. Und je klarer man sich selbst über seine Arbeitsweise ist, desto ehrlicher und transparenter kann man sein „Geschäft“ führen – und eben das führt wiederum zu Aufträgen, die wirklich zustande kommen und beiden Seiten ein gutes Gefühl und das gewünschte Ergebnis führen.

Habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht?
Bei diesem Artikel schalte ich die Kommentarfunktion an und bin gespannt auf Meinungen!

 

In diesem Sinne: ein schönes und erfolgreiches Jahr 2018!

~ LHR

 

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